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Typklasse

http://www.finanzen.de/autoversicherung.html Jedes Fahrzeugmodell in Deutschland wird von den Versicherern einheitlich in eine bestimmte Typklasse eingeordnet. Dabei hat sich das System der Typklassen über die Jahre deutlich geändert. Früher galt die einfache Regel: Je mehr Leistung das Fahrzeug besitzt, desto höher ist das Risiko für die Versicherungen und desto höher sind auch die Beiträge anzusetzen.

Heute ist dieses System wesentlich vielschichtiger und dadurch auch gerechter. Schließlich kommt es nicht nur darauf an, wie viele PS der Motor hat, sondern vornehmlich auch darauf, wie der typische Fahrer eines bestimmten Modells aussieht.

So werden beispielsweise kleine Sportcoupes zumeist von einer relativ jungen Zielgruppe gekauft und gefahren, während große Limousinen, die in der Regel den kleinen Coupés leistungsmäßig ein ganzes Stück überlegen sind, schon aufgrund ihres Preises fast immer von älteren Semestern gekauft und gefahren werden.

Letztere haben zwar mehr Leistung, verursachen aber im Durchschnitt weniger Schadensfälle. Daraus lässt sich erkennen, warum das ursprüngliche System, bei denen das Fahrzeug ausschließlich aufgrund seiner Leistungen eine bestimmte Typklasse eingestuft wurde, nicht das Optimum darstellt.

Typklassenverzeichnis

Das so genannte Typklassenverzeichnis, das den Versicherern als Referenz für die Berechnung der Beiträge für einzelne Autotypen dient, wird jedes Jahr neu aufgelegt. Schließlich erscheinen auch jedes Jahr neue Automodelle, andere werden nicht weiter produziert und auch die Schadenshäufigkeit der einzelnen Fahrzeugtypen befindet sich in einem ständigen Veränderungsprozess. Grundsätzlich gilt das Typklassenverzeichnis nicht nur für die Haftpflichtversicherung, sondern auch für die Kfz-Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Das Typklassenverzeichnis enthält unter anderem:

  • Hersteller des Fahrzeugs
  • Fahrzeugtyp
  • Hubraum und Leistung des Fahrzeugs (PS und KW)
  • Produktionszeitraum des Fahrzeugs

Insgesamt beinhaltet das Typklassenverzeichnis momentan rund 15.000 verschiedene Fahrzeugmodelle. Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist, dass eine einzelne Typklasse nicht für eine komplette Modellreihe gilt, sondern unter Umständen nur für eine einzige Motorvariante. Beispiel VW Golf: Den Golf gibt es momentan in vielen verschiedenen Leistungsstufen von rund 80 bis hin zu fast 300 PS. Da wäre es äußerst ungerecht, all diese Motorisierungen in einer Klasse zusammenzufassen.

Welche Faktoren wirken sich auf die Einteilung in Typklassen aus?

Zunächst gilt natürlich weiterhin: Je mehr Leistung ein Fahrzeug aufweist, umso häufiger wird es auch schnell gefahren und somit öfter in Unfälle verwickelt. Darüber hinaus spielt der Kaufpreis eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie hoch der durchschnittliche Schaden an diesem Fahrzeugtyp ist.

Damit haben wir schon zwei Faktoren gefunden, die sich unmittelbar auf die Einteilung der verschiedenen Fahrzeugmodelle in Typklassen auswirken. Darüber hinaus wird es sich ebenso stark auf das Gefüge der Versicherungsbeiträge auswirken, von welcher Zielgruppe ein Fahrzeug hauptsächlich erworben wird.

Jeder wird das kennen: Es gibt Automodelle, die überwiegend von Rentnern beziehungsweise älteren Personen gekauft und bewegt werden. Auf der anderen Seite gibt es ebenso Modelle, die fast nur von einem jüngeren Publikum gekauft werden. Letztere dürften wesentlich häufiger in Schäden verwickelt sein, als die so genannten „Rentnerautos“. Auch dieser Umstand wirkt sich direkt auf die Einteilung in die betreffende Typklasse des Fahrzeugs aus.

Drei Typklassen für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko

Wir bereits erfahren konnten, bezieht sich das Typklassenverzeichnis der verschiedenen Automodelle in Deutschland auf drei verschiedene Versicherungsklassen: die Haftpflicht, die Teilkasko- sowie die Vollkaskoversicherung. Jedes Fahrzeug wird also in drei verschiedene Typklassen eingeordnet.

Dabei spielen die Daten aus den letzten drei Jahren die entscheidende Rolle. Anhand dieser Daten wird ermittelt, wie häufig der betreffende Fahrzeugtyp in Unfallschäden verwickelt war, und wie die durchschnittliche Schadenhöhe dabei ausgefallen ist.

Wer heute die Typklasse für sein favorisiertes Automodell ermitteln möchte, muss lediglich einen Blick ins Internet werfen. Unzählige Webseiten – insbesondere die der bekannten Automobilzeitschriften und Versicherungen – bieten eine Übersicht über die verschiedenen Typklassen an, so dass die Typklasse des eigenen Fahrzeugs schnell und einfach gefunden werden kann.

Typklasse finden

Das Typklassenverzeichnis der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG bietet sich zur Suche nach der Typklasse eines Kfz an:

http://www.gdv-dl.de/typklassenverzeichnis.html

Aber auch mit einem Tarifrechner lässt sich die Typklasse eines Kfz anhand der exakten Fahrzeugdaten bestimmen. Darüber hinaus kann gleichzeitig der günstigste aus rund 180 Versicherungstarifen für das eigene Kfz gefunden werden, was eine Prämienersparnis von bis zu 60 Prozent bedeuten kann.

Die günstigste Kfz-Versicherungen finden

Bei der Auswahl einer möglichst günstigen Kfz-Versicherung hilft Ihnen unser nachfolgender Tarifrechner, welcher von der TARIFCHECK24 AG zur Verfügung gestellt wird, über welche auch die Versicherungsvermittlung erfolgt):